Ausbildung Kostentabelle



Die Themen rund um die Ausbildung am IVS:

Achtung! Neue Finanzierungsmöglichkeiten der Ausbildung am IVS:
Seit 2011 bieten wir besondere Entlastungen von Kosten der Theorieseminare für die erste Hälfte der Ausbildung an (s.u.).

Ausbildungskosten

(Stand: Neuberechnung vom 12.11.19)

Auf Grund der Gemeinnützigkeit ist das IVS nicht berechtigt Gewinne zu erwirtschaften, so dass die Ausbildungen immer nur kostendeckend kalkuliert sind. Ab dem 1.1.2016 wurde der Punktwert der EBM-Ziffern erhöht, weshalb wir eine Neuberechnung sowie eine entsprechende Anpassung der Supervisorenvergütungen vorgenommen haben. Da an der Erhöhung der Gebühren für psychotherapeutische Leistungen auch die Ausbildungskandidaten in gleichem Maße beteiligt sind, entstehen am Ende natürlich auch wieder entsprechend höhere Überschüsse.

Mit der aktuellen Reform des Psychotherapeutengesetzes fordert der Gesetzgeber für die ambulante Weiterbildung, dass Ausbildungsinstitute zukünftig mindestens 40% der durch PiW (Psychotherapeuten in Weiterbildung) erwirtschafteten Leistungen an diese auszahlen müssen. Das IVS liegt und lag hier mit 50% allerdings schon immer über dieser jetzt neu geregelten Vergütungsquote!

 

Änderung zur weiteren Erhöhung der Vergütungen: Mittlerweile sind die Verträge der  SAAP mit den Kassen umgesetzt, und wir können allen aktuellen AusbildungsteilnehmerInnen in der Praktischen Ausbildung auch die (für die niedergelassenen Behandler schon seit 1.1.19) erhöhten Honorarsätze auch rückwirkend vergüten. Allerdings haben sich die aktuellen Ausbildungskosten  durch die notwendige Anpassung der Supervisoren-, Selbsterfahrungsleiter- und Dozentenhonorare an die erhöhten Kassensätze ebenfalls erhöht. Sie wurden auf den aktuellen Stand gebracht.

Da in die Berechnung der Einnahmen nur die psychotherapeutischen Sitzungen (ohne die zu erstattenden Tests, Übenden Verfahren, Ordinationsgebühren, Krisensitzungen etc.) einbezogen sind, ist dieses Ergebnis sogar noch etwas unterschätzt.

Weitere Verdienstmöglichkeiten bestehen im Erwerb der Fachkunde für folgende Bereiche:

  • NEU! Fachkunde „Gruppenpsychotherapie“: Mit der Durchführung von 120 Stunden verhaltenstherapeutisch fundierte Behandlung von Patien­ten in Gruppen ergibt sich bei einer Erstattung von 70%(!) der regulären Vergütung, eine zusätzliche Einnahme von 12.491 € bis zu 21.765 € (je nach Gruppengröße). Allerdings entstehen auch hier wieder zusätz­liche Ausgaben von 1.360 € für die 40 Std. (Gruppen-)Supervision (40 x 34 Euro).
  • Fachkunde „Verhaltenstherapeutisch fundierte Behandlung von Kindern und Jugendlichen“ (für Psychol. Psychotherapeuten in Ausbildung). Hier können weitere 180 Behandlungsstunden erbracht werden, wodurch mindestens weitere 9.000 € verdient werden können. Davon abzuziehen sind hier ebenfalls die 45 Stunden Gruppensupervision mit einem Gesamtbetrag von 1.530 €. (45 x 34 Euro). Die Theorie kann kostenlos gebucht werden (siehe KJP-EQ).

Somit sind, bei Erwerb zusätzlicher psychotherapeutischer Fachkunde, zusätzlich zu dem o.g. Überschuss von 8.600 bis ca. 20.000 € (s. Tabelle) noch weitere Einnahmen in Höhe von  bis zu 27.000 € (nach Abzug von Theorie- und Supervisionskosten) möglich.

Die Verdienstmöglichkeiten während der Praktischen Tätigkeit (PT-1 = 1200 Std. und PT-2 = 600 Std.) müssten eigentlich dann auch noch addiert werden. Da diese, je nach Klinik bzw. Ausbildungsassistenz, jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, haben wir sie nicht in diese Aufstellung einbezogen. Mit der aktuellen Reform des Psychotherapeutengesetzes wurde allerdings nun eine Regelung auf den Weg gebracht, die beinhaltet, dass ab der Gültigkeit des Gesetzes (1. Sept. 2020) alle noch nach der alten Ausbildung in PT1 und PT2 tätigen PiAs ein Honorar von mindestens 1.000 Euro monatlich für diese Tätigkeit erhalten müssen.

Besondere Entlastungen bei den Grundkosten der Theorieseminare:

Seit 2011 bieten wir besondere Entlastungen von den Kosten der Theorieseminare für die erste Hälfte der Ausbildung an, in der man idR noch keine Einkünfte hat. Wir haben aufgrund einer Neuberechnung unserer aktuellen ökonomischen Rahmendaten zusätzlich zum bisherigen Kostenmodell zwei alternative Gebührenmodelle geschaffen, mit denen es möglich wird, in der 1. Hälfte der Ausbildung die monatlichen Ausbildungskosten zinslos zu stunden bzw. niedriger zu gestalten. Wir möchten damit Interessenten/innen, deren aktuelle finanzielle Lage den Beginn einer solchen Ausbildung in Frage stellt, die Möglichkeit bieten, diese Phase zu überbrücken.

Die 1. Alternative ist ein Modell, in dem die monatlichen Ausbildungskosten zu Beginn ganz entfallen:

Dies bedeutet für die 3-jährige Ausbildung: Keine Kosten für Theorieseminare bis zum 5. Semester. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag ab dem 5. Semester von 720 € (720 € * 12 Monate = 8.640 €, statt derzeit: 240 € / p. Monat über 3 Jahre).

Für die 5-jährige Ausbildung: Keine Kosten für Theorieseminare bis zum 7. Semester. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag ab dem 7. Semester von 350 € (350 € * 24 Monate = 8.400 €, statt derzeit: 140 € / p. Monat über 5 Jahre).

Das heißt, dass zunächst nur die Kosten der Selbsterfahrung anfallen und erst, wenn Sie über Einnahmen aus den Patientenbehandlungen in der Praktischen Ausbildung verfügen, müssen Sie monatliche Gebühren für die Theorie bezahlen (die dann aber natürlich entsprechend höher sind).

Die 2. Alternative ist ein Modell, in dem die monatlichen Kosten zu Beginn niedriger ausfallen:

Dieses bedeutet für die 3-jährige Ausbildung: Zahlung eines monatlichen Betrags von 120 € für die Theorieseminare bis zum Ende des 4. Semesters (120 € * 24 Monate = 2.880 €) und ab dem 5. Semester ein monatlicher Beitrag von 480 € (480 € * 12 Monate = 5.760 €, statt; derzeit: 240 € / p. Monat über 3 Jahre)

Für die 5-jährige Ausbildung: Zahlung eines monatlichen Betrags von 70 € für die Theorieseminare bis zum Ende des 6. Semesters (70 € * 36 Monate = 2.520 €) und ab dem 7. Semester ein monatlicher Beitrag von 245 € (245 € * 24 Monate = 5880 €), statt derzeit: 140 € / p. Monat über 5 Jahre).

Übernahme der Versicherungskosten durch das IVS:

Der Gesetzgeber hat leider versäumt, die Behandlung von Patienten durch Ausbildungsteilnehmer im Sinne der zivilrechtlichen Haftung präzise zu regeln. Aus diesen Gründen hat das IVS mit der ERGO (mittlerweile mit der Gothaer) Versicherungsgruppe einen speziellen Vertrag abgeschlossen, der in Streitfragen der zivilrechtlichen Haftung die Ausbildungsteilnehmer absichert, die Ausbildungsteilnehmer daher nicht in einem rechtsunsicheren Raum zurücklässt.

Das IVS finanziert für alle Ausbildungsteilnehmer/innen über die gesamte Ausbildungszeit eine Unfall- und eine Betriebshaftpflichtversicherung sowie eine Berufshaftpflichtversicherung für die Patientenbehandlungen in Praktischen Tätigkeit (PT1 / PT2) und in der Praktischen Ausbildung.

Weitere Hinweise:

Extrem günstige Ausbildungskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können von PiAs in Vollzeitausbildung (3J)  beim Bundesverwaltungsamt http://www.bva.bund.de/ unter dem Thema „Bildungskredit“ dort zu „Antragsvordrucke“ direkt auf der Homepage online beantragt werden. Der Bildungskredit soll Studierenden, die entweder kein oder nicht ausreichend BAföG bekommen können, unter die Arme greifen und das Studium sichern und beschleunigen. Einkommen und Vermögen des Auszubildenden, seiner Eltern oder des Ehepartners spielen keine Rolle. Die Zinsen sind aktuell sehr attraktiv (0,77%, Stand 01.04.2019).
Sollte in ungerechtfertigter Weise eine Ablehnung erfolgen, ist Widerspruch einzulegen und mit Frau Seng vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Rücksprache zu halten (Schreiben vom 8.12.2004). Ziel des Bildungskredits ist die Sicherung und Beschleunigung der Ausbildung oder die Finanzierung von außergewöhnlichem, nicht durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erfasstem Aufwand, um die Ausbildung zu verkürzen bzw. den Abbruch der Ausbildung aufgrund fehlender finanzieller Mittel zu vermeiden. Hier wird für Schüler und Studierende, die häufig keine Sicherheiten stellen können, ein Angebot geschaffen, das bisher auf dem Kapitalmarkt nicht verfügbar ist.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, während der Ausbildung Förderungen nach dem BAFöG für den eigenen Lebensunterhalt zu beziehen; hier die dazu vorliegende Verordnung.

Durch die Zugehörigkeit zum Institut bestehen darüber hinaus Vergünstigungen bei der Benutzung von Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn AG im Rahmen der Ausbildung.

Übrigens: Ausbildungskosten sind Werbungskosten
Der Bundesfinanzhof hat in seinen Urteilen Az.VI R 120/01 und Az.VI R 137/01 anerkannt, dass die Kosten für eine Weiterbildung nun als Werbungskosten und nicht mehr, wie bisher, als Sonderausgaben zu betrachten sind. Das bedeutet, dass nun die gesamten Ausbildungskosten incl. Fahrtkosten und Verpflegung steuerlich abgesetzt werden können, was die Ausbildungskosten indirekt senkt. (Weitere Infos finden Sie in der Finanztest 3/2003). Diese Kosten sind (auch als „Verlustvortrag“ für die Zeit nach der Ausbildung) steuerlich absetzbar.

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