FAQs (Frequently Asked Questions)
Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung am IVS:
(Fassung vom 09.10.09)
Wie sind die Zugangsvoraussetzungen
für eine Ausbildung zum/r Psychologischen Psychotherapeuten/in?
Die Überprüfung der Zugangsqualifikationen liegt
zunächst bei dem Institut, bei dem sich ein/e Teilnehmer/in
bewirbt. Die Zugangsqualifikationen
sind auf der IVS-Homepage unter einem eigenen Link beschrieben. Wenn
diese Informationen nicht ausreichen, z.B. wenn es um die Frage der
Gleichwertigkeit ausländischer Studiengänge geht, sollten
sich Interessierte an die Zentralstelle für ausländisches
Bildungswesen (ZAB) in 53012 Bonn, Postfach 2240 wenden.
Kann ich die Ausbildung immer nur im
Oktober beginnen?
Nur die Theorieseminare beginnen im Oktober. Sie können
schon vorher mit der praktischen Tätigkeit beginnen und/oder auch
in eine Selbsterfahrungsgruppe einsteigen. Mit dem früheren Beginn
können Sie sich dann auch am Ende der Ausbildung entsprechend
früher zur staatlichen Prüfung anmelden. Quereinsteiger
können auch während der laufenden Semester in die
Theorieseminare einsteigen.
Wie finde ich eine Stelle für die
praktische Tätigkeit?
Drucken Sie sich die Liste unserer Kooperationskliniken aus
und nehmen Sie Kontakt mit den dort angegebenen Kontaktpersonen auf.
Hier erfahren Sie auf direktem Weg, ob und wann eine sog. PPiA-Stelle
(PPiA = Psychologische Psychotherapeut/in in Ausbildung od. auch
PiP-Stelle = Psychologe/in im Praktikum) frei wird. Wenn Sie in eine
Klinik wollen, die auf der Liste des IVS nicht verzeichnet ist, dann
teilen Sie uns dies mit. Es ist durchaus möglich, einen
individuellen Kooperationsvertrag mit dieser Klink abzuschließen.
Wie lange muss die praktische
Tätigkeit dauern?
Hier gab es durchaus einige Irritationen für die
Teilnehmer/innen der letzten Jahrgänge. Nach unseren neuesten
Erkenntnissen sind die 1200 Stunden Psychiatriezeit (bei KJP 600
Stunden) nun doch in 8 Monaten, bzw. die 600 Stunden Psychosomatik in 4
Monaten absolvierbar. Mit dem letzten Bescheid der Regierung von
Unterfranken vom 10. August 2004 erhielten wir die entsprechende Information (hier als
Auszug).
Was kostet die Ausbildung zur/m
Psychologischen Psychotherapeuten/in?
Die Gesamtkosten betragen für die dreijährige
Ausbildung
19.130 Euro und für die fünfjährige
Ausbildung
18.890 Euro. Allerdings liegt der Verdienst in der
praktischen Ausbildung durch die Behandlung von Patienten in einer der
IVS-Ambulanzen oder kooperierenden Praxisambulanzen des IVS über
diesem Betrag (s.u.).
Wie setzen sich die
Ausbildungskosten zusammen?
Auf Grund der Gemeinnützigkeit des Trägervereins
ist das IVS nicht berechtigt, Gewinne zu erwirtschaften, so dass die
Ausbildungen immer nur kostendeckend kalkuliert sind.
- Grundkosten der Theorieseminare 140 € pro Monat (5-jährige
Ausbildung)
bzw. 240 € pro Monat (3-jährige Vollzeitausbildung). Das sind
insgesamt 8.640 € für die dreijährige Ausbildung und
8.400 Euro für die fünfjährige Ausbildung.
- 120 Stunden Selbsterfahrung in der Gruppe: 23 € je Selbsterfahrungseinheit (50 Min.). Summe:
2.760 €
- 50 Stunden Einzelsupervision i.d.R. 87 € je Sitzung (50 Min.). Summe:
4.350 €
- 100 Stunden Gruppensupervision i.d.R. 28 € je Sitzung (50 Min.): Summe:
2.800 €
- Ab Jahrgang 2010 erheben wir eine Prüfungsgebühr von 580 €
Wie groß sind die
Theoriekurse pro Jahrgang?
Das IVS hat inzwischen die staatliche Zulassung für 28
Ausbildungsteilnehmer/innen pro Jahrgang. Das heißt bei
entsprechenden Bewerberzahlen werden wir zwei Ausbildungsgruppen pro
Jahrgang anbieten, damit die bisherige Obergrenze von 16 pro Gruppe
möglichst nicht überschritten wird.
Muss ich die praktische Ausbildung
in den Ambulanzen des IVS machen?
Nein. Unsere zusätzlichen kooperierenden
Praxis-Ambulanzen sind dezentral im Raum Nordbayern (Würzburg bis
Bayreuth und Regensburg) verteilt. Entsprechend groß ist auch
unser Einzugsbereich bezüglich der Ausbildungsteilnehmer/innen.
Diejenigen, die ihren Wohnort in diesen weiter entfernt liegenden Städten
haben, können ihre praktische Ausbildung natürlich in den dort ansässigen
mit uns kooperierenden Praxen absolvieren. Adressen von kooperierenden
Praxen an Ihrem Wohnort erhalten Sie im IVS-Büro.
Was sind die Voraussetzungen für
einen Einstieg in die praktische Ausbildung?
Beim IVS gibt es keine Zwischenprüfung, weshalb als
Einstiegskriterien in die praktische Ausbildung die von der
Regierung festgelegten Stundenzahlen gelten. Vor Beginn der praktischen
Ausbildung müssen Ausbildungsteilnehmer mindestens 900 Stunden
praktische Tätigkeit, mindestens 300 Stunden Theorie und
mindestens 60 Stunden Selbsterfahrung absolviert haben.
Wie kommt es, dass die
Tätigkeit in der praktischen Ausbildung beim IVS so gut bezahlt
wird?
Zum einen sind wir ein gemeinnütziger Verein der nicht
gewinnorientiert arbeitet. Daher werden 50% der von der
Kassenärztlichen Vereinigung für die Patientenbehandlung
erstatteten Vergütung an unsere Ausbildungsteilnehmer/innen als
Verdienst weitergegeben. Zum anderen haben wir in Bayern einen relativ
hohen Punktwert für die genehmigungspflichtigen und die nicht
genehmigungspflichtigen Kassenleistungen. Daher liegt der erstattete
Gesamtbetrag (bei mindestens 600 Behandlungsstunden) über dem
Gesamtbetrag der Ausbildungskosten (für Theorieseminare,
Selbsterfahrung und Supervision).
Wie oft und wann finden
Veranstaltungen statt?
Alle Theorieveranstaltungen finden an Wochenenden statt. Im
Durchschnitt ist bei der 5-jährigen Ausbildung pro Semester mit etwa drei
bis fünf Theorie-Wochenenden zu rechnen. Die Kurse finden in der Regel
außerhalb der (bayerischen) Schulferien statt. Allerdings können am ersten
und letzten Ferienwochenende durchaus Theorieveranstaltungen stattfinden.
Kann ich die Ausbildung auch
unterbrechen?
Ein Fernbleiben von Theorieveranstaltungen ist nur bis zu 10%
(entspricht etwa acht Seminartagen = 4 Wochenendveranstaltungen) der 600
im Kurs angebotenen Theoriestunden möglich. Diese 4 Wochenenden können
dann kostenlos nachgeholt werden. Bei wichtigen Gründen (z.B.
Schwangerschaft) sind individuelle Befreiungen von dieser Regel möglich.
Kann ich das Ausbildungsinstitut auch
wechseln?
Im aktuellen Ausbildungsvertrag des IVS ist eine jährliche
Kündigungsmöglichkeit vereinbart, weshalb ein Wechsel
zu einem anderen Institut oder auch eine vorzeitige Beendigung der
Ausbildung möglich ist.
Muss die Ausbildung nach 5 bzw. 3
Jahren abgeschlossen sein?
Es besteht keine Regelstudienzeit nur eine Mindestdauer von 3 Jahren.
Besteht auch die Möglichkeit,
während der Ausbildung Förderungen nach dem BAFöG
für den eigenen Lebensunterhalt zu beziehen?
Nur die 3-jährige Ausbildung ist
förderungsfähig nach BAFöG. Der Antrag auf
Ausbildungsförderung nach dem BAFöG muss an die jeweiligen
Ausbildungsämter der Städte bzw. Kreise gestellt werden. Hier
die dazu vorliegende Verordnung.
Kann ich die Ausbildungskosten von der
Steuer absetzen?
Der Bundesfinanzhof hat in seinen Urteilen Az.VI R 120/01 und
Az.VI R 137/01 anerkannt, dass die Kosten für eine Weiterbildung
nun als Werbungskosten und nicht mehr, wie bisher, als Sonderausgaben
zu betrachten sind. Das bedeutet, dass nun die gesamten
Ausbildungskosten incl. Fahrtkosten und Verpflegung steuerlich
abgesetzt werden können, was die Ausbildungskosten indirekt senkt.
(Weitere Infos finden Sie in der Finanztest 3/2003).
Welche weiteren
Möglichkeiten der Ausbildungsfinanzierung gibt es?
- Durch die Zugehörigkeit zum Institut bestehen
Vergünstigungen bei der Benutzung von Verkehrsmitteln der
Deutschen Bahn AG im Rahmen der Ausbildung.
- Extrem günstige Ausbildungskredite (Momentaner
effektiver Jahreszins: 3,27%; Stand: 01.10.05) der Kreditanstalt
für Wiederaufbau (KfW) können von PiAs in Vollzeitausbildung
(3J) beim Bundesverwaltungsamt www.bva.bund.de
unter dem Thema "Bildungskredit" dort zu "Antragsvordrucke" direkt auf
der Homepage online beantragt werden.
Ziel des Bildungskredits ist die Sicherung und Beschleunigung der
Ausbildung oder die Finanzierung von außergewöhnlichem,
nicht durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
erfasstem Aufwand, um die Ausbildung zu verkürzen bzw. den Abbruch
der Ausbildung aufgrund fehlender finanzieller Mittel zu
vermeiden. Die Förderung erfolgt unabhängig vom
Vermögen und Einkommen des Antragstellers und seiner Eltern. Hier
wird für Schüler und Studenten, die häufig keine
Sicherheiten stellen können, ein Angebot geschaffen, das bisher
auf dem Kapitalmarkt nicht verfügbar ist.
- Es besteht die Möglichkeit bei der Deutschen Apotheker- und
Ärztebank günstige Kredite zur Finanzierung der Ausbildung zu
bekommen.
Ist es sinnvoll, als Psychologe/in die
Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in zu machen?
Für Psychologen/innen stellt diese Ausbildung eigentlich
eine erhebliche Einschränkung dar. Als approbierte/r
Psychologische/r Psychotherapeut/in kann man nämlich durch eine
relativ kurze Ergänzungsqualifikation (200 Stunden und mindestens
5 Behandlungen bei insgesamt 180 Stunden) zusätzlich die
Abrechnungsgenehmigung für die Behandlung von Kindern und
Jugendlichen erhalten. Diese Ergänzungsqualifikation kann am IVS
sogar parallel zur Ausbildung zum/r Psychologischen
Psychotherapeuten/in erworben werden.
Wir empfehlen die Ausbildung zum/r Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten/in daher eigentlich nur den anderen
zugelassenen Berufsgruppen (Pädagogen, Sozialpädagogen,
Lehrern etc.)
Kann ich einen Teil der Praktischen Tätigkeit
oder der Praktischen Ausbildung auch im Bereich Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie /-psychiatrie machen?
Da die Approbation berufsrechtlich auch die Behandlung von Kindern und
Jugendlichen mit einschließt, hat man sich darauf geeinigt, dass bis zu
einem Drittel der jeweiligen Stundenzahl auch im Bereich Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie /-psychiatrie absolvierbar ist.
Wie unterscheidet sich die Ausbildung
am IVS vom (Psychologie-) Studium?
Wir haben für die Ausbildung am IVS bewusst auf eine
Zwischenprüfung verzichtet, damit die Motivation zum Lernen in
erster Linie durch die Konfrontation mit den Problemen der
Patienten/innen entsteht. Daher sind auch unsere Dozenten/innen
vorwiegend außeruniversitäre Praktiker/innen. Zum Teil sind
diese durch ihre Spezialgebiete als Psychotherapeuten weit über
ihre Region hinaus bekannt und haben in der Regel, auch praxisrelevante
Veröffentlichungen geschrieben. - Die Theorieseminare zeichnen
sich beim IVS durch einen hohen Anteil an Trainingsseminaren (z.B. mit
Videofeedback) aus. Das heißt, das notwendige therapeutische
Wissen wird über ein Learning-by-doing vermittelt. – Um eine
Flexibilität in der Gestaltung der individuellen Ausbildung zu
erreichen, können bei freien Plätzen die angebotenen Seminare
auch immer von Teilnehmern anderer Jahrgänge besucht werden. Man
darf also kostenlos mehr als die 600 bezahlten Theoriestunden besuchen.
Wir möchten damit alle Ausbildungsteilnehmer/innen
unterstützen, die sich für ihr Fachgebiet über das
vorgeschriebene Maß hinaus interessieren.
|