MEG Kinder-Hypnose



MEG Regionalstelle Nürnberg Fürth

Leitung:  Dr. Wolfram Dorrmann

Fortbildung: Klinische Hypnose, Hypnotherapie und hypnosystemische

Interventionen mit Kindern und Jugendlichen (KiHyp)

(Stand: 11.11.2019)

Nachdem das erste Angebot eines Curriculums für „Klinische Hypnose“ (KliHyp) großen Anklang fand, gab es auch immer häufiger Anfragen nach dem Curriculum „Kinderhypnose“ (KiHyp), welches wir nun ebenfalls regelmäßig im Programm haben. Es wurde 2019 inhaltlich und organisatorisch neu konzipiert (s.u.).

Zielgruppe: Das Curriculum KiHyp der MEG richtet sich vornehmlich an approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeuten mit der Ergänzungsqualifikation für Kinder und Jugendlichenpsychotherapie sowie Mediziner, die entsprechend psychotherapeutisch arbeiten. Studenten der Psychologie und Medizin sowie (Sozial-)Pädagogen, Psychologen und Ärzte ohne psychotherapeutische Grundausbildung können ebenfalls in begrenzter Anzahl teilnehmen. Von den Seminaren profitiert man in der Regel mehr, wenn man auch ein Arbeitsfeld hat, in welchem es möglich ist, die in den Seminaren vermittelten psychotherapeutischen Techniken anzuwenden. Die TeilnehmerInnen erhalten nach Abschluss der Fortbildung und auf Antrag ein Zertifikat über die Fortbildung und sind berechtigt, in Zusammenhang mit ihrem Titel, die Zusatzbezeichnung „Hypno-systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (M.E.G.)“ zu führen.

Erwerb der Fachkunde in Hypnose zur Erlangung der Abrechnungsberechtigung von Hypnosesitzungen (EBM-Ziffer 35120; GOÄ- bzw. GOP-Ziffer 845): Hier ist die Teilnahme an zwei Seminaren von je 16 Std. erforderlich, wobei der Abstand zwischen den beiden Seminaren mindestens ein halbes Jahr betragen muss. Sinnvoll ist es, das Seminar B1/KE („Einführung in die Hypnotherapie“) und ein weiteres K- oder ein B-Seminar aus KliHyp (Empfehlenswert sind hierfür vor allem K3 oder B2 bis B6.) zu belegen.

Voraussetzungen zur Teilnahme: Informationen zur Teilnahmeberechtigung und Kosten für KiHyp

Am 6./7. Dezember 2019 findet wieder ein KE/B1-Seminar (Dr. Burkhard Peter) statt, welches für den Einstieg in die Grundkurse K1-K7 notwendig ist.
Falls Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung bereits ein Seminar „Einführung in die Hypnose“ besucht haben, wird Ihnen dieses als KE-Seminar anerkannt. Wenn dies nicht sein sollte, haben Sie die Möglichkeit, es zeitnah in einem der VT-Ausbildungscurricula am IVS zu besuchen. Für IVS-Ausbildungsteilnehmer, die dieses Curriculum buchen, ist die Teilnahme an dem Einführungsseminar kostenfrei. Sie können dieses Seminar aber auch an anderen Regionalstellen der MEG im Bundesgebiet zeitnah nachholen, z. B. in München. Außerdem möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie als IVS-Teilnehmer bei uns am Institut ermäßigte Seminargebühren haben.

Dieser erste Kurs KE/B1 ist eine allgemeine Einführung in Hypnosetechniken und kann auch ein Schnupperkurs sein. TeilnehmerInnen, die im Rahmen ihrer Ausbildung am IVS schon ein Einführungsseminar in die Hypnotherapie besucht haben, können eine Anerkennung dieses Seminars beantragen und gleich bei K1 einsteigen. Bei Interesse ist es empfehlenswert, sich baldmöglichst zu entscheiden, da die Plätze im Curriculum auf 18 beschränkt sein werden. Dieses Curriculum „Klinische Hypnose, Hypnotherapie und hypnosystemische Interventionen mit Kindern und Jugendlichen“ (KiHyp) findet dann 2020/21 statt (Seminarplan-KiHyp-2020; PDF).

Unter der ONLINE-Anmeldung  finden Sie nun auch die Seminarbeschreibungen und Informationen zu den Dozenten*innen.

Zur ONLINE-Anmeldung (auch für kurzfristige Anmeldungen)

Die Belegung von einzelnen Seminaren ist möglich.
Als Teilnehmer/in an einem KiHyp-Curriculum sollten Sie jedoch immer gleich alle K-Seminare belegen, damit Ihr Platz in der Gruppe wirklich gesichert ist!

 Weitere Kindercurricula (K1-K7) bieten unsere „MEG-Nachbarn“, die MEG-Regionalstelle in München an.

Die inhaltliche Beschreibung des Curriculums KiHyp finden Sie unten auf dieser Seite.

CK-Seminare: Anwendungskurse:
Wir bieten inzwischen in Fürth neben den C-Seminaren (für KliHyp) auch CK-Seminare (für KiHyp) an. Die Kurse werden aufgrund der Wünsche, die sich aus der schriftlichen Befragung der Teilnehmer ergaben, geplant. Das heißt, dass wir nur bei entsprechender Nachfrage C-Seminare anbieten werden. Wir empfehlen daher auch die vielfältigeren Angebote von C-Seminaren der MEG-Institute überregional zu sichten und zu nutzen. Weitere Planungen werden auf Anfrage umgesetzt.

Für das KiHyp-Curriculum können auch Anwendungsseminare (C-Seminare) aus dem KliHyp-Curriculum besucht werden: Link zu den C-Seminaren aus dem Curriculum Klinische Hypnose am IVS.

Zur ONLINE-Anmeldung (auch für kurzfristige Anmeldungen)

Bitte verwenden Sie das allgemeine Anmeldeformular (per Post oder Fax) nur dann, wenn die Online-Ameldung gerade nicht verfügbar sein sollte: Anmeldeformular-allgemein (PDF)

Bausteine für das KiHyp-Curriculum:

Dieses Curriculum wurde im Jahr 2019 neu konzipiert und auch neu benannt:

„Klinische Hypnose, Hypnotherapie und hypnosystemische Interventionen mit Kindern und Jugendlichen“

Einführungskurs:

KE/B1 Grundlegendes Einführungsseminar in Theorie und Praxis derKlinischen Hypnose und Hypnotherapie nach Milton Erickson:
Verständnis der Annahmen einer klienten- u. ressourcenzentrierten Selbsterfahrung mit hypnotherapeutischen Trancen – Selbsterfahrung und Erlernen von einfachen Tranceinduktionen, Ressourcen nutzen – Humor und Respekt im Umgang mit Problemen – Erlernen einer Selbsthypnose-Technik – Überblick über Indirekte Suggestionstechniken – Ressourcen-, lösungs- u. zielorientierte Kommunikation – Medizinische Hypnose bei Schmerz, Allergien etc. – Fallbeispiele und Übungen

Grundkurse (K-Seminare):

K 1 Vermittlung von Grundlagen, Beziehungsgestaltung (Rapport), Kommunikations-besonderheiten und Aufbau von formalenhypnotischen Induktionen:
Erkennen und Utilisieren von hypnotischen Zuständen – Kurze Einführung zur Geschichte und Forschung der Kinder-Hypnotherapie, Indikationen/Kontraindikationen – Informationen für Eltern und Kinder – Hypnose als Alltagsphänomen, Erfahrungen der Teilnehmer – Grundhaltung in der Hypnotherapie mit Kindern und Vermitteln von Hypnose als Selbsthilfe – Herstellen einer Arbeitsallianz und lösungsorientiertes Erarbeiten von Zielen unter Berücksichtigung systemischer Aspekte – Motivationsaufbau – Pacing/Leading, hypnotisches „Erkunden“ – Aufbau von formalen Induktionen zur Selbsthypnose, z. B. Autonomiekaskade Lieblingsort, Atemfocussierung, Levitationsphänomene

K 2 Entwicklungs- und altersgemäße Induktionsmethoden:
Visualisierungstechniken, Metamodell/Milton-Modell der Sprache, Nutzen „sprachlicher Unschärfen“ – indirekte Methoden, Ankertechniken – Unterschiedliche Herangehensweisen bei jüngeren und älteren Kindern – Arbeit mit Symbolen/kreativen Medien – Trancevertiefungen (Arbeit mit Submodalitäten VAKOG) – Ideomotorik und Ressourcentransfer – Seeding-Prozesse – Beiläufigkeit und transderivationales Erzählen als indirekte Methoden

K 3 Weltbild und Selbstbild des Kindes als Grundlage hypnotherapeutischer Herangehensweise und Spiel als natürlichen Induktions- und Referenzrahmen entwickeln:
Erfassen des Weltbildes des Kindes, seine Konstruktionen über Gesundheit/Krankheit – Beliefsysteme, Interaktionsverhalten – Körperbild und Selbsterleben in Raum und Zeit auf dem Hintergrund d. Beant-wortung von Grundbedürfnissen – innere Stärke aufsuchen – Embodiment, Unbewusstes Körperwissen nutzen, limbisches Kommunizieren, Einweben hypnotherapeutischer und hypnosystemischer Interven-tionen in spontane Kommunikation und Spielhandlungen – 3-Phasen-Modell: Eingangsphase/ Motivsuche, Entwicklungs phase/Metamorphose, Stabilisierungsphase/Verankerung und Entwicklung – Einkreisen von Themen/Prozessdiagnostische Merkmale – Stellvertretertechniken/Symbolbildungen – Change History/Reparenting/Self Nuturing – Metaebenen im Spiel (inter-aktives Spiel/Einführen einer „dritten“ Position/so tun als ob) – Intermediäres Spiel, Regel- und Bewegungsspiele, Rollenspiele

K 4 Arbeit mit hypnotherapeutischen Teilekonzepten, Arbeit mit dem Lebensflussmodell:
Erkennen und Etablieren von Teilen (Ich-Zuständen/Ego-States/Schemata) als „Botschafter“ der Grundbedürfnisse – Externalisierung und altersgemäße Symbolisierung von Anteilen – Metaposition entwickeln – Biographie u. ursprüngliche Absichten, Ressourcen der Teile wahrnehmen – Akzeptieren und würdigen – Integrative Prozesse und Metamorphose fördern – Ansätze der Arbeit mit destruktiven, verdeckten, „maskierten“ Teilen – Arbeit mit Teilen auf dem Zeitkontinuum: Time Line/Lebensfluss-modell – horizontale Lebensanalyse/Altersprogression und Regression

K 5 Arbeit mit Geschichten, Märchen und Metaphern als hypnotische Vorgehensweise:
Klassische Märchen – Aufbau, grundlegende Struktur von Geschichten – Kreatives Erfinden individueller, maßgeschneiderter Geschichten – Utilisierung und Einweben persönlicher Ressourcen, Nutzen von Submodalitäten in die Geschichten – Kommunikation mit der bewussten und der unbewussten Ebene, Mehr-Ebenen-Modell – Arbeit mit kreativen Medien und Requisiten, sowie Symbolen (und verschiedenen Materialien), Stellvertretern für Geschichten und Metaphern – Ver schachtelte Geschichten – Indirekte Geschichten (für „Drittpersonen“) – Symbolische Metaphernarbeit (Entwicklungsmetaphern) in Trance erzählt – Einstreutechnik in Metaphern

K 6 Hypnosystemische Arbeit mit dem Kind in der Familie/Hypnosystemische Interventionen/Hypnose mit Familien:
Symptom als Element i. Familiensystem, Fam. i. herausfordernden Lebenssituationen (Patchwork/ Trennungen/Krankheit/Verlust) – Ressourcen der Familie erkennen und aktivieren – Familien i. Trance – Perspektivenwechsel, „Über die Bande spielen“ indirekte Interventionen, Arbeit mit Skulpturen, Teilen, Symbolen (auch Handpuppen), Impact-Techniken, Lebensflussmodellen von Familien

K 7 Behandlungsrahmung u. Behandlungsaufbau einer Hypnotherapie mit Kindern u. Jugendlichen:
Aufbau, Planung und Durchführung einer Hypnosebehandlung/Hypnotherapie – Entwerfen von Behandlungssequenzen unter Berücksichtigung der systemischen Kontexte, Ziel- und Auftragsklärung als rekursiver Prozess, Motivation und Evaluation, Feed-Back-Integration – Verankerung durch Symbole, Visualisierung, Metaphorische Aktionen – Hypnotherapie mit/in Manualen und Programmen/Medien (Bilderbüchern/Filmen/Digitalen Medien)

Anwendungskurse (3 CK-Seminare):
In allen Curricula werden C-Seminare angeboten, die die TeilnehmerInnen nach eigener Wahl belegen können. Ziel ist dabei, dass diese zum einen eigene Schwerpunkte setzen können, zum anderen aber auch, dass Praxiskenntnisse in unterschiedlichen Anwendungsbereichen erworben werden. Daher werden pro Themenschwerpunkt und/oder pro Seminarleiter maximal zwei C-Seminare für das Zertifikat akzeptiert. C- Seminare sind auch für TeilnehmerInnen mit abgeschlossener Hypnotherapieausbildung und themenbezogenem Interesse offen. Die MEG-Jahrestagung in Bad Kissingen kann man sich 2x als C-Seminar anrechnen lassen: Programm und Abstracts können unter http://www.meg-tagung.de/ eingesehen werden.  Über  http://www.meg-tagung.de/onlinebuchung.html kommt man direkt zum Programm und auch zu den Abstracts.

Bitte beachten Sie, dass für die Erlangung des Zertifikates maximal zwei CK-Seminare pro Themenschwerpunkt und/ oder pro Seminarleiter und max. zwei hypnotherapeutische Tagungen anerkannt werden.

SUPERVISION (40h à 45 Min. inkl. der Darstellung von 2 eigenen Fallberichten)
Der Besuch der insgesamt 40 Std. (à 45 Min.) Supervision ist ebenfalls parallel zum Besuch der Grundlagen- und Anwendungsseminare möglich. Grundsätzlich dienen alle Supervisionen der Vertiefung von Inhalten der Grundlagenseminare, der Praxisintegration des Gelernten und natürlich der Besprechung von Fällen. Die Supervisionen sind praxis- und anwendungsbezogen und helfen das eigene therapeutische Handeln kritisch zu reflektieren und Handlungskompetenzen zu entwerfen. Die Supervisionen werden (ggf. auch auf Anfrage) in Gruppen organisiert und bekannt gemacht, so dass sich auch andere  Kandidaten der Hypnosefortbildung anmelden können. Auch ohne eigene Fälle und zu Beginn der hypnotherapeutischen Fortbildung kann gewinnbringend teilgenommen werden. Zur gelungenen Praxisintegration ist ein frühzeitiger Besuch von Supervisionen empfehlenswert. Auch Einzelsupervisionen sowie externe berufsbegleitende oder fallorientierte Supervision sind auf Anfrage möglich.

Zertifikat »KiHyp M.E.G.«
Nach Abschluss des Curriculums kann die Zertifizierung betragt werden. Die Teilnehmer sind nach Erhalt des Zertifikats berechtigt gemeinsam mit der Nennung ihrer Grundberufsbezeichnung, die Zusatzbezeichnung „Klinische Hypnose, Hypnotherapie und hypnosystemische Interventionen mit Kindern und Jugendlichen (M.E.G.)“ zu führen.
Zertifizierungsbedingungen für KiHyp

Bitte senden Sie hierzu einen formlosen Antrag mit allen Nachweisen in Kopie an die M.E.G.-Geschäftsstelle, Waisenhausstr. 55, 80637 München. Die Zertifizierung beträgt 75 € (Überweisungen bitte auf das Konto der M.E.G. bei der BfS München, IBAN: DE59700205000008844200, BIC: BFSWDE33MUE).(Kto. 88 44 200, BLZ 700 205 00).

Literatur für KiHyp:

  • Olness, K. & Kohen, D. (2006). Lehrbuch der Kinderhypnose und -hypnotherapie, Heidelberg: Carl Auer
  • Holtz, K-L., Mrochen, S.:(2009) Einführung in die Hypnotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg, Carl Auer
  • Holtz, K.-H.; Mrochen, S; Nemetschek, P. & Trenkle, B.; (2000). Neugierig aufs Großwerden. Praxis der Hypnotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl Auer
  • Mrochen, S.; Holtz, K.-H. & Trenkle, B. (1992). Die Pupille des Bettnässers. Hypnotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl Auer.
  • Brächter, W. (Hrsg. 2017). Der singende Pantomime: Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl Auer

zurück zur MEG – Regionalstelle Nürnberg/Fürth

 

Print Friendly, PDF & Email