Curriculum Sexualtherapie / Sexualmedizin
Paartherapie und Entwicklung der Liebesfähigkeit - Analyse und Bearbeitung von Beziehungskonflikten
Fortbildung am IVS
Fortbildungspunkte: 18
Seminarziele:
Es wird Einblick in eine therapeutische Grundhaltung gegeben, bei
der Achtsamkeit, das Einbeziehen des Körpers und ein experimentelles Vorgehen im Vordergrund
stehen. In diesem Seminar liegt der Hauptfokus auf der Anwendung der Achtsamkeit und der Analyse
des Paarsystems.
Beschreibung:
Was dich/Sie im Seminar erwartet: Therapeut*innen sind, wenn Paare in Paartherapie kommen,
häufig damit konfrontiert, dass dem Paar der liebevolle Blick auf das Gegenüber versperrt oder sogar
gänzlich abhandengekommen ist.
Ziel dieses Seminares ist es, die Therapeut*innen zu befähigen, Paare in einen Zustand führen zu
können, aus dem heraus die beiden Partner*innen wieder offen, zugewandt und neugierig auf den/die
Liebste*n zugehen können und ihre Liebesfähigkeit im Sinne wachsender Intimität kultivieren können.
Im Seminar werden wir durch achtsame Grundhaltung lernen die Gesprächsführung zu übernehmen
und die „automatisierte Paardynamik“ zu verlangsamen, um diese verstehen zu können. Die Analyse
der Paardynamik erfolgt anhand der Technik der Wechselwirkungsacht (nach Halko Weiss).
Therapeut*innen lernen Zustände der Partner*innen (vergleichbar mit Ego-States) zu identifizieren
und zwischen „Beschützer-Zuständen“ (protector states) und „Beschützten-Zuständen“ (protected
states) zu unterscheiden. Paarkonflikte können anhand der Analyse und Differenzierung dieser
Zustände sowie deren Verschränkung tiefer eingesehen werden.
Der/die Therapeut*in lernt das Paar durch den Analyseprozess der Wechselwirkungsacht zu führen.
Ziel dieser Technik ist es den Partner*innen den liebevollen Blick hinter „die eigenen Kulissen“ und
hinter „die Kulissen des Gegenübers“ zu ermöglichen. Biographische Besonderheiten sowie
zugrundeliegende Verletzungen beider Partner*innen können so im besten Falle sichtbar und spürbar
werden und stehen damit für einen weiteren (paar)therapeutischen Bearbeitungsprozess zur
Verfügung.
Der wechselseitige Einsichtsprozess kann zu einem erweiterten Verständnis der Partner*innen
füreinander, zu mehr Öffnung und damit zu einem Austritt aus dem Dauerkreislauf der Interpunktion
(Vorwürfe, Mauern, Angriff, Kritik, Rückzug etc.) und zu Gunsten von wachsender Intimität und
Differenzierung führen.
Literatur:
Daye, M. (2019). Passion and presence: A couple’s guide to awakened intimacy and mindful sex. New
York, NY: Shambhala.
Fisher, R. (2002). Experiential psychotherapy with couples: A guide for the creative pragmatist. Phoenix,
AZ: Zeig, Tucker & Theisen.
Harrer, M. E., & Weiss, H. (2018). Wirkfaktoren der Achtsamkeit - wie sie die Psychotherapie verändern
und bereichern. Stuttgart, Deutschland: Schattauer.
Weiss, H., Johanson, G., & Monda, L. (Hrsg.). (2015). Hakomi mindfulness-centered somatic
psychotherapy: A comprehensive guide to theory and practice. New York, NY: W. W. Norton.
Weiss, H., Johanson, G., & Monda, L. (Hrsg.). (2018). Hakomi - Achtsamkeitszentrierte
Körperpsychotherapie. Theorie und Praxis. Stuttgart, Deutschland: Klett-Cotta.
Dozentin

Termin: |
12.06.2026 14:00 - 21:30 Uhr
13.06.2026 09:00 - 17:00 Uhr |
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Seminarkosten: | regulär € 360.00
IVS-Erm. € 324.00 IVS-ehem.Erm. € 324.00 |
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Veranstaltungsort: |
90762 Fürth Rudolf-Breitscheid-Str. 43 |
