3. Fachtagung des IVS

am Samstag den 16. Juli 2005

Thema:  Familienorientierte Ansätze und Methoden in der Verhaltenstherapie 

 

Etwa 180 Teilnehmer folgten unserer Einladung zu dieser Tagung in Nürnberg am Klinikum Nord. Der Gastgeber Dr. Dr. Niklewski, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sprach die Grußworte.

          

Die Tagung war eine Ausbildungsveranstaltung für alle Ausbildungsteilnehmer/innen im IVS.  Dozenten/innen, Studenten/innen und fortbildungsinteressierte Fachkollegen/innen aus der Medizin und Psychologie. Da das IVS nun auch die Akkreditierung im Sinne der Fortbildungsrichtlinien der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erhalten hat, konnten sich die externen Teilnehmer auch Fortbildungspunkte anrechnen lassen. Da von den externen Teilnehmern keine Tagungsgebühren erhoben wurden, wurde diesen angeboten, für eines der beiden Projekte zu spenden:

1. Schulen für Afrika (Ein Projekt der UNICEF; Infos: www.unicef.de/schulenfuerafrika )

oder

2. Ein Schulwohnheim für Mädchen in Bamako / Mali  (www.häuser-der-hoffnung.org Konto Nummer: 9 888 888, BLZ: 67250020 bei der Sparkasse Heidelberg, Stichwort: Jigiya bon Nr. 1)

Insgesamt kamen dabei 267,15 Euro, nämlich 155,90 Euro für Bamako und 111,25 Euro für UNICEF (Dieser Betrag wird sogar von dem Reder Peter Krämer in Hamburg verdoppelt), zusammen. Wir bedanken uns dafür bei allen Spendern/innen im Namen der Kinder und Projektleiter.

Dr. Andreas Rose, der die Fachtagung organisiert hatte, moderierte den Ablauf und die Abschlussdiskussion.

Das zentrale Thema der Tagung, welches auch zur dieser Zeit gerade in den Medien (z.B. DIE ZEIT. Der Spiegel) durch die TV-Sendungen wie "Die Super-Nanni" und die "Super-Mamas" an großer Aktualität gewonnen hatte, waren die verschiedenen Ansätze für Elterntrainings. Frau Dr. Karin Schleider, Professorin an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg gab zunächst einen Überblick über die gängigen Elterntrainings, ihre Entstehungsgeschichte und ihre unterschiedlichen psychotherapeutischen Grundlagen.

Sie stellte die Konzepte dieser Kurse einander gegenüber und bewertete sie auch aus ihrer Sicht als Psychologische Psychotherapeutin und Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeutin. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieses sehr informativen Vortrags kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Danach folgte ein sehr praxisorientierter Beitrag vom leitenden Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Dr. Viktor Herlitz über die Grenzen der Elternarbeit aus jugendpsychiatrischer Sicht.

        

Kreativ lösungsorientierte Familienarbeit stellte der Psychologische Psychotherapeut und Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeut Dr. Franz Dumbs mit seiner üblichen unkonventionellen sowie humorvollen aber dadurch auch dem Thema sehr angemessenen Art vor. Er suchte nicht nur den Kontakt zum Publikum, sondern verstand es auch...

 

... TeilnehmerInnen zu motivieren, auf der Bühne mit ihm Übungen für spezifische therapeutische Einsichten oder Wirkungen vorzuführen.

Die Diplom-Pädagogin Ingrid Kellermann vom Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung und Supervision stellte ebenfalls in sehr eindrucksvoller Weise die Systemische Familientherapie in ihren Möglichkeiten für die Kindertherapie vor.

Den Abschluss der Tagung bildete eine Einführung in das als Triple-P (Positive Parenting Program) bekannte Elterntraining. Die Diplom-Psychologin Yvonne von Wulfen (PAG Institut für Psychologie AG, Münster) stellte es überblicksartig  vor und stellte sich in der sich anschließenden Abschlussdiskussion auch den kritischen Fragen des Auditoriums.

In den Pausen überraschte Hans-Jürgen Blickle vom Zaubertheater-Augenblick mit Close-Up-Zauberei und anderen Einlagen (s.o. z.B. als Bauchredner). Zusammen mit Katharina Witthaus (Dipl.-Sozialpädagogin, Dipl.-Motologin und Reittherapeutin)  stellte er das Projekt Kinderzirkus Mumm vor (Infos unter: http://www.zaubertheater-augenblick.de bzw. http://www.mumm-n-chance.de/).

In den Räumen des Klinikums fand am Abend auch unser Sommerfest statt. Für das leibliche Wohl sorgte diesmal das Küchenteam des Klinikums und für die geistige Entspannung die Chaotic Strings  (Infos: http://www.chaotic-strings.de/), welche sicherlich nicht bei Allen nur kontemplative Zerstreuung erzeugten sondern für Manche auch eine kulturelle und künstlerische Herausforderung darstellten. Einige fotografische Impressionen dieses Events sind auf folgender Seite: Sommerfest-2005 zu finden.

(Fotos: Dr. W. Dorrmann)

 


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